Feiertage und ihre Konsequenzen

In Indonesien haben wir morgen Nyepi, übersetzt ungefähr "Tag der Stille". Das heisst, dass morgen niemand vor die Tür darf, man nicht laut sein darf und auch kein Strom anhaben darf. Die alten Indonesier fasten wohl auch tagsüber. Das hieß für uns natürlich, dass wir gestern nochmal einen Großeinkauf starten mussten, damit wir auch über die Runden kommen. Im Grunde unterscheiden sich die Indonesier in dieser Sicht nicht sehr weit von den Deutschen. Vorm Feiertag wird nochmal richtig gekauft. Im Carrefour, unserem Großsupermarkt, ging es zu wie auf einem Volksfest. War schon ziemlich schwer Bei so vielen Menschen den Überblick zu behalten. Mit prallgefüllten Rucksäcken und Tüten und um einige Rupiah ärmer, ging es dann wieder zurück zur Villa. Abends sind wir dann noch "kur" ins Bounty nachdem wir bei uns "ein bisschen" vorgeglüht haben.

Heute morgen sind Basti, Tine und ich dann noch kurz runter zum Bintang und in Richtung Kuta um noch ein paar letzte Besorgungen zu machen. Jetzt ist es endlich so weit, ich hab ein Brett, natürlich nur leihweise, und kann es am Samstag abholen. Und ich hab auch schon direkt mir ein etwas kürzeres zurücklegen lassen, um eventuell nach ein paar Tagen wechseln zu können. Danach sind Tobi, Stefan und ich dann nochmal in Carrefour, weil wir beschlossen haben morgen ein Villa-Essen zu machen. Tobi und Simon schlafen heute Nacht hier und müssen ja dann morgen auch den ganzen Tag hier bleiben, also gibt es morgen abend Spaghetti mit Shrimps für alle, immerhin 15 Leute. Zurück aus dem Carrefour wurden die Einkäufe nur eben verstaut und es ging direkt wieder in die Stadt um dort die Feierlichkeiten zu beobachten. Tagsüber beim Einkaufen haben wir schon die ganzen Vorbereitungen und die Monster gesehen, die für den Umzug prepariert wurden. Abends war dann die ganze Innenstadt abgesperrt und die Monster wurden durch die Stadt getragen. Man muss sich das so vorstellen, wie Karneval bei uns, nur dass die Monster auf einer Holzkonstruktion stehen, die von jungen Männern oder Kindern getragen werden. Es gibt die Monster in allen unterschiedlichen Variationen und Grössen und sind sehr gut und detailgetreu dargestellt. Zwischen den Monstern laufen Kinder mit Fakeln und Musikgruppen, die mit Trommeln, Glocken und Gongs eine richtig gute Stimmung verbreiten. Natürlich war die ganze Stadt voll mit Menschen und so sind wir die Strassen rauf und runter gelaufen und haben uns das Spektakel angeschaut, dass uns allen sehr gut gefallen hat. Süss waren natürlich die kleineren Kinder, die zu viert oder fünft ein ganz ganz kleines Monster getragen haben und einen riesen Spaß dabei hatten, wenn die Erwachsenen sich dann vor ihrem Monster erschreckt haben. Die Träger haben die Holzkonstruktionen in alle möglichen Richtungen gedreht, so dass es aussah, als ob sich das Monster bewegt und an jeder Kreuzung wurde das Monster mehrmals um die eigene Achse gedreht. Ich hoffe von den Bildern oder Videos sind welche was geworden, so dass ihr euch selber davon überzeugen könnt, denn es ist schon ziemlich schwer dieses Spektakel in Worte zu fassen. Diese werde ich dann die kommenden Tage wahrscheinlich hochladen.

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