Stoked / 1. Exkursion

Gestern hatten wir als letzte Veranstaltung in der Uni unseren ersten Guest-lecturer: Manfred unseren Vermieter :-) Natürlich hatte Manfred wieder ganz lustige Geschichten auf Lager, so dass die Zeit schnell rumging, was natürlich in unserem Interesse war. Wir wollten nämlich unbedingt an den Strand. Pünktlich zum Uni-Ende zogen dann auch wieder die ersten Wolken auf, also haben wir überlegt, wo wir hinfahren und haben uns für Seminyak entschieden, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung herausstellte. Am Strand angekommen, konnte ich es kaum erwarten endlich in die Wellen zu kommen. Während ich mich etwas warm gemacht habe und mich nochmal eingecremt habe, haben die anderen sich ihre Boards ausgeliehen. Und dann konnte es losgehen. Rausgepaddelt, erste Welle angestartet und direkt gestanden und dann schöne Parallelfahrt mit leichten Kurven bis fast vorne zum Strand. Einfach nur der Hammer!!! Und so ging es dann mehr oder weniger noch knapp 1,5 Stunden weiter. Was für eine Session.

Zurück in der Villa musste ich mich dann ziemlich beeilen um noch pünktlich zu meinem ersten Gruppentreffen von unserem Empowerment zu kommen. Leider waren wir nur zu dritt, haben aber Nadine, meine Mitbewohnerin, getroffen und sind dann zu viert Essen gegangen und haben ein paar Sachen besprochen. Auf dem Weg zum Restaurant sah ich aus dem Bus vor uns nur plötlich einen Arm kommen, der ganz hektisch am winken war. Unsere beiden Mediziner Basti und Till waren zurück von den Gillis und hatten mich an meinem T-Shirt aus dem Bus erkannt. So ein Zufall. Nach der Besprechung bin ich dann auch direkt wieder mit Nadine zurück in die Villa um die Jungs zu begrüssen. Die Gillis stehen bei uns allen wohl auf dem Plan für den Break im Mai.

Ich bin dann auch ziemlich früh ins Bett, da ich heute morgen als erster die Villa verlassen musste. Ich bin nämlich heute zum Tauchen gefahren, während die anderen aus der Villa alle zu einer Plantage gefahren sind. Und so sah mein Tagesplan aus: 5 Uhr aufstehen, kurz nach 6 Uhr Abfahrt an der Villa, 6.45 Uhr Treffen unten in Kuta auf dem Busparkplatz und um 7 Uhr Abfahrt Richtung Tambelon. Da alle noch etwas kaputt waren, nutzten die meisten die 2,5 Stunden Fahrt dorthin um noch ein wenig Schlaf nachzuholen. Dort angekommen haben wir dann erstmal eine kleine Präsentation bekommen, was das Marketing dieses Tauch-Hotels & Spa angeht. Welches die Alleinstellungsmerkmale sind und was sich in den letzten Jahren alles so verändert hat an dem Hotel. Wir sind ja schließlich auf einer Uni-Exkursion für BWLer :-) da muss man sich dann auch so etwas anhören. danach gab es dann eine kleine Einweisung ins Tauchen und natürlich, was unsere Aufgabe ist, was die Aufgabe unseres Guides ist und was uns im schlimmsten Fall passieren kann. Nun gut, nach dem Anlegen der Ausrüstung sind wir dann in 8er Gruppen ins Wasser und haben uns dass Riff direkt vor dem Hotel angeguckt. Die Tauchzeit lag bei 20 Minuten für jeden und die Gruppen, die schon fertig waren, konnten zurück an den Pool und sich noch etwas sonnen. Im Anschluss gab es noch ein Mittagessen und eine kleine Führung durch die verschiedenen Zimmer des Hotels, bevor es dann weiter zum Fledermaustempel ging. Wir waren mit unseren Bussen noch nicht ganz dort angekommen, da hatten uns schon die Touristenjäger entdeckt und liefen dem Bus mit ihren Sarongs und Ketten hinterher. Der Weg vom Bus bis zum Tempel glich einem leichten Überlebenskampf. Hatte man diese erste Hürde genommen,  wartete dann am Tempel die zweite Angrifflinie der Touristenjäger, die einem als Willkommensgeschenk eine Kette überreichte, natürlich "for free". Dazu muss man wissen, dass es in Indonesien nichts "for free" gibt, sondern dass man mit Annahme der Kette quasi schon fast einen mündlichen Vertrag eingeht, später bei der gleichen Dame Postkarten von dem Tempel zu kaufen.

Der Fledermaustempel war jetzt nicht so berauschend, aber ein wenig Kultur gehört ja auch dazu, und nicht immer nur die Trinkkultur :-) Der Temel war direkt vor einer Fledermaushöhle erbaut worden, in die man auch hineingucken konnte und auch sehr viele Fledermäuse sehen konnte. Was den Mädels natürlich direkt als erstes auffiel, war der herrliche Geruch von Fledermauskacke. Zurück am Ausgang des Tempels trauten die ersten sich noch nicht so richtig raus, den es ging ja wieder zurück durch das Kriegsgebiet. Anhand der Ketten, die die Damen ja zuvor als "for free" und "welcome-present" verteilt hatten, konnten sie direkt ihre Opfer identifizieren und warfen sich sofort mit Postkarten bewaffnet auf sie. Das war genug Ablenkung für die anderen um strammen Schrittes Richtung Bus zu laufen. Man muss das ganze einfach mit Humor nehmen. Einige von uns haben dort auch ein wenig Geld gelassen. Für uns sind es ja wirklich nur ein paar Cent, für diese Frauen ist es aber ein grosser Teil ihres Einkommens um ihre Familie zu ernähren. So konnten wir dann auch mit ruhigem Gewissen wieder unsere Heimfahrt antreten. Jetzt bin ich gerade oben in meinem Zimmer und eigentlich ziemlich kaputt, aber gleich geht es nochmal los in die City. Sind ja schließlich die letzten beiden Abende mit Basti und Till. Da wird nochmal ein wenig gefeiert. Und morgen früh geht es dann wieder nach Canggu zum Surfen.

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